Interpellation "Wärmeverbundlösungen in der Gemeinde Baar, speziell in Allenwinden"
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I Begründung
Die Gemeinde Baar hat sich den energie- und klimapolitischen Herausforderungen gestellt und unternimmt seit einigen Jahren verschiedene Anstrengungen, den Energieverbrauch generell zu senken, fossile durch erneuerbare Energien zu ersetzen und die Verschmutzung der Umwelt durch belastende Stoffe zu reduzieren. U.a. hat dazu der Gemeinderat eine Energiefachkommission eingesetzt und das Label "Energie-Stadt" beantragt und erlangt. Es ist bekannt, dass gerade im Gebäudebereich noch grosses Potential brach liegt.

An der Informationsveranstaltung "Baar erneuert" vom 27. September 2007 wurde dargestellt, dass in der Gegenüberstellung verschiedener Heizsysteme aus ökologischer Sicht Wärmeverbundssysteme zu bevorzugen sind. Allerdings hängt die Realisierbarkeit solcher Anlagen stark von örtlichen Gegebenheiten ab. Geeignet sind sicher Situationen, wo ohnehin grössere Heizungen ersetzt werden müssen und mehrere grosse Heizsysteme nebeneinander liegen. Dem einzelnen Bürger sind bei der Realisierung von Wärmeverbundslösungen Grenzen gesetzt, wenn er zum Beispiel die Heizung eines Einfamilienhauses ersetzt. Die öffentliche Hand könnte jedoch aufgrund des Wärmebedarfs grosser Objekte der Gemeinde - mit oder ohne Partnerschaft mit einem privaten oder halböffentlichen Partner - die Voraussetzungen für solche Lösungen schaffen. Beispiele dazu sind die beiden Holzschnitzelheizungen für das Schwimmbad Lättich und das Schulhaus Inwil, welche von der Korporation Baar-Dorf mit Holz aus Baarer Wäldern betrieben werden. In Allenwinden sieht die CVP Baar eine Möglichkeit für einen Wärmeverbund, vielleicht sind auch noch andere Standorte in der Gemeinde Baar geeignet.

II Fragen
1. Wie beurteilt der Gemeinderat generell das Potential von Wärmeverbundslösungen und Energie-Contracting in der Gemeinde Baar?
2. Die Heizung des Schulhauses Allenwinden ist 23 Jahre alt. Wann ist ein Ersatz dieser Heizung vorgesehen? Welche Technologien kommen beim allfälligen Ersatz der Heizung in Frage? Kann sich der Gemeinderat vorstellen, wie bei der Renovation des Schulhauses Inwil und der Warmwasserheizung Lättich für die Heizung des Schulhauses Allenwinden und die angrenzenden andern öffentlichen Bauten (Pfarrhaus, Kirche, Adler, Kindergarten) die Wärme von einer Holzschnitzelheizung zu beziehen?
3. Wie beurteilt der Gemeinderat die Möglichkeit, im Zusammenhang mit der allfälligen Erneuerung der Heizung des Schulhauses Allenwinden auch umliegende private Liegenschaften in einen Wärmeverbund einzubeziehen? Ist der Gemeinderat bereit, vor der Planung des Ersatzes der Heizung des Schulhauses Allenwinden eine Wirtschaftlichkeitsüberprüfung und eine Interessenabklärung bei Allenwindner Liegenschaftsbesitzern für einen Allenwindner Wärmeverbund durchzuführen?

Für die Beantwortung unserer Fragen danken wir Ihnen bestens. Die Beantwortung ist nicht dringlich.

Baar, 18. März 2008

Martin Pfister, Präsident CVP Baar
Stefan Doppmann, Vorstandsmitglied CVP Baar