Die CVP Baar führt vertiefte Diskussion zur Tangente
Mittwoch, den 09. September 2009 um 15:52 Uhr
Parteiversammlung der CVP Baar vom 7. September 2009Die CVP Baar versammelte sich am 7. September 2009, um die Nominationen für den Bürgerrat und den Kirchenrat vorzunehmen, sowie die Parole für die Tangente Zug-Baar zu fassen.
Madeleine Bossard-Niedermann in den Bürgerrat
Nachdem Rita Bigliotti nach zwei Amtszeiten aus dem Bürgerrat zurück tritt, galt es, eine Kandidatin mit idealen Voraussetzungen für dieses Amt zu finden. Madeleine Bossard-Niedermann stellte sich zur Verfügung und wurde von der Versammlung einstimmig nomi-niert, ebenso wie die bisherigen CVP-Vertreter Peter Schmid und Damian Hotz. Auch Karin Langenegger stellt sich für die Rechnungsprüfungskommission zur Wiederwahl.
Cornelia Süess in die Rechnungsprüfungskommission des Kirchenrats
Während für den Kirchenrat die bisherigen CVP-Vertreter (Martin Hotz, Präsident; Erwin Bortis, Andreas Weber) wieder zur Verfügung stehen, präsentiert die CVP Baar Cornelia Süess aus Allenwinden als Nachfolgerin von Ferdinand Dettling in die Rechnungsprüfungskommissi-on. Sie wird mit den bisherigen Mandatsträgern einstimmig nominiert.
Die CVP Baar dankt allen bisherigen und neu Kandidierenden für ihr Engagement in den verschiedenen Gremien.
Eine neue Verkehrsachse für Baar und Zug
Kantonsrat Heini Schmid führte anschliessend in das Bauprojekt „Tangente Zug-Baar“ ein. Im aktuellen Bauplan ist zwar nur noch über eine sehr kurze Strecke eine Tunnellösung vorgesehen. Dagegen sind in den Siedlungsgebieten zahlreiche Lärmschutzmassnahmen geplant. Weitere Flankierende Massnahmen zur Verkehrsberuhigung sollen den Verkehr aus den Quartieren hinaus auf die Tangente zu holen. Zudem wird die Baarer-/Zugerstrasse für den öffentlichen Verkehr ausgebaut. Heini Schmid wandte ein, dass von der Tangente keine Wunder erwartet werden dürften, denn den Zielverkehr für Baar und Zug könne sie nicht vermeiden. Aber: Sie kann den Restverkehr gezielt an den Siedlungen vorbei führen. Und: Die Tangente kommt genau richtig auf das wirtschaftliche Entwicklungszentrum im Korridor Zug-Baar zu liegen.
Ausweg aus der verkehrspolitischen Sackgasse?
In der anschliessenden Diskussion wurde das Engagement des Gemeinderats für eine ausgewogene Lösung für Baar gewürdigt. Der Gemeinde wurde zugesichert, weitere Massnahmen zur Limitierung des Verkehrs vornehmen zu können. Die CVP Baar hat diesen Prozess eng begleitet. Den anwesenden Parteimitgliedern ist klar, dass angesichts der demografischen und wirtschaftlichen Entwicklung ein Ausweg aus der verkehrspolitischen Sackgasse gefunden werden muss. Denn auch der öffentliche Verkehr stösst an seine Grenzen. Langfristig braucht es neue Strassen, obwohl auf kurze Sicht nicht alle von Verkehrsentlastungen profitieren können. Ebenso muss die Tangente Zug-Baar im Zusammenhang mit anderen Strassenbaupro-jekten gesehen werden. In diesem Sinne befürwortet die CVP Baar mit 17 Ja zu 3 Nein bei 9 Enthaltungen die Tangente Zug-Baar, wird aber das Projekt weiterhin eng begleiten, um optimale Rahmenbedingungen für Baar zu erreichen.


