Parteiversammlung: Nach den Wahlen ist vor den Wahlen
Dienstag, den 04. September 2007 um 10:09 Uhr
Die CVP Baar nutzte die Generalversammlung, um sich nach den Wahlen wieder zu sammeln und nächste Ziele anzuvisieren. Die Kandidatinnen und Kandidaten der CVP für den Nationalrat stellten ihre politischen Positionen vor.Als gesamthaft positiv bewertete Präsident Martin Pfister an der Generalversammlung der CVP Baar den Ausgang der Erneuerungswahlen vor einem Jahr. Zwar habe die Partei bei der Gemeinderatswahl Stimmenanteile eingebüsst. Bei der Kantonsratswahl habe die CVP Baar dagegen ihre Position als stärkste Partei halten können und nur deshalb mit viel Pech einen Sitz eingebüsst, weil die Gemeinde Baar ein Mandat an Hünenberg habe abtreten müssen.
Viel Freude bereite auf der anderen Seite, dass Beat Villiger in den Regierungsrat gewählt worden sei. Auch das ausgezeichnete Resultat von Paul Langenegger bei der Ausmarchung um das Gemeindepräsidium sowie die guten persönlichen Resultate fast aller Kandidierenden der CVP Baar hätten gezeigt, dass das Angebot der Kandidatinnen und Kandidaten, das die Partei den Stimmberechtigten präsentiert habe, von diesen geschätzt worden sei, sagte Martin Pfister.
Der Parteivorstand habe sich zum Ziel gesetzt, die Lebensqualität in Baar, insbesondere der Familien im Mittelstand, zu verbessern, blickte Martin Pfister voraus. Insbesondere in den Themen Bildung, Sicherheit und Wohnqualität sei der Schwerpunkt zu setzen, damit die CVP ihre starke Position in Baar ausbauen könne.
Lebensqualität des Mittelstands fördern
Der Vorstand setze damit seine Arbeit des vergangenen Jahres fort, erklärte Vorstandsmitglied Heinz Merz in seinem Jahresrückblick. Neben erfolgreich umgesetzten Vorstössen wie die Motion für eine Fachkommission für Altersfragen habe die CVP auch durch ihre Veranstaltungsreihe «am Puls der Bevölkerung» die politische Diskussion in der Gemeinde gefördert, erklärte er. In den sogenannten Wettinger Gesprächen kämen im Wettinger Haus in Walterswil zudem immer auch politische Grundsatzdiskussionen mit hochkarätigen Diskussionsteilnehmern zustande.
Als Meilenstein der Gemeindepolitik des vergangenen Jahres bezeichnete Gemeinderat Paul Langenegger die Ortsplanungsrevision, die nun endlich in Kraft treten könne. Aus seinem Ressort erwähnte er die Feuerwehr, die beim Grossbrand in Steinhausen ihre Leistungsfähigkeit bewiesen habe.
Schulpräsidentin Sylvia Binzegger zeigte sich glücklich darüber, dass die Eneuerung und Erweiterung der Schulanlage Inwil von den Stimmberechtigten gutgeheissen wurde. Sie gab zu bedenken, dass in der Sozialabteilung trotz gut laufender Wirtschaft immer noch hohe Fallzahlen zu registrieren seien.
Tangente Neufeld optimieren
Kantonsrat Heini Schmid hob hervor, dass sich der ausdauernde Einsatz der Baarer Kantonsräte gegen die Linienführung der Hochspannungsleitung in Blickensdorf gelohnt habe. Ebenso gelte es nun, sich intensiv für eine Optimierung des Projektes Tangente Neufeld einzusetzen, die durch ein empfindliches Gebiet führe, deren Notwendigkeit jedoch gegeben sei.
Im Anschluss an den statutarischen Teil begrüssten die Baarer CVP-Mitglieder Martin Pfister, Barbara Häseli, Britt Feddern Hess, Gerhard Pfister, Peter Rust und Andreas Huwyler, die Nationalratskandidatinnen und –kandidaten ihrer Partei. Diese präsentierten in kurzweiliger Weise ihre politischen Positionen und standen auch beim anschliessenden Apéro im kleinen Kreis für die Vertiefung politischer Diskussionen zur Verfügung.


